Alles Meta oder was?

Seit Jahren ist der Contao-Catalog ein treuer Begleiter. Trotzdem ist es Zeit, ihn jetzt in Rente zu schicken, denn der Nachfolger ist schon jetzt flexibler und mächtiger. MetaModels rocken das Haus.

Vor allem ist MetaModels, eine Entwicklung von Christian Schiffler und dem Team von Men at work, wundervoll modular. Das hat viele Vorteile, zwingt aber auch zu einer anderen Arbeitsweise. Der bisherige Workflow im Catalog, der sich darauf beschränkte, Felder zu definieren, die Backend-Ansicht zu konfigurieren und mindestens zwei Ausgabetemplates einzubinden ist jetzt zunächst einmal komplexer geworden: Felddefinitionen gibt es wie bisher auch in den MetaModels - nun kommen aber granulare Einstellungen für die Backend-Paletten, Filter und Rendersettings hinzu.

Die Komponenten im Detail

Paletten sorgen für die Darstellung und Datenbearbeitung  im Backend - hier wird bestimmt, ob ein MetaModel einen eigenen Menüpunkt im Contao-Backend bekommt und was dort angezeigt wird. Besonders schön finde ich die Möglichkeit der Anpassung für bestimmte Benutzergruppen - wenn auch dabei der in Contao gewohnte Workflow mit einer Festlegung innerhalb der Benutzergruppen-Einstellungen aussen vor gelassen wird. Wichtig zu wissen: auch als adminstrativer User bekomme ich nichts zu sehen, wenn ich diese Einstellungen nicht vollständig vorgenommen habe, dennMetaModels gibt im Backend ohne Konfiguration erst einmal gar nichts aus.

Die Rendering-Einstellungen sind mächtig wie nie. Detailliert lässt sich festlegen, welche MetaModel-Felder mit welchen Parametern benutzt werden sollen. Ein Assistent hilft dabei, alle vorhandenen Datenfelder hinzuzufügen und danach die Details zu konfigurieren.

Filter sind das A&O im Frontend und implemetieren die kontextabhängige Ausgabe der Daten. Problemlos ist es möglich, Filterbedingungen zu definieren, die sich dabei auch auf andere MetaModels beziehen dürfen. Auch mit der aus dem Catalog bekannten Taxonomie spielen die Filter prima zusammen.

Goodies

MetaModels ist modular aufgebaut - und daher ist es recht einfach möglich, passgenaue Erweiterungen zu realisieren. Die Backendintegration mit der Möglichkeit, komplett eigene Strukturen zu realisieren, ist überzeugend. Frontendfilter mit extrem flexiblen Einstellungsmöglichkeiten ermöglichen Anwendungen, die über den Catalog weit hinaus gehen. Für jede Ausgabe ist individuelles Templating vorgesehen.

Fazit

MetaModels macht Lust auf mehr. Die Erweiterung hat das Zeug dazu, der bessere, weil flexiblere Catolog zu werden. Minuspunkte sind der erhöhte Konfigurationsaufwand und die (zum gegenwärtigen Zeitpunkt) fehlende Möglichkeiten zum Frontend-Editing. MetaModels ist 'Work-in-progress', und daher sollte ein Produktiveinsatz genau gepüft werden.

Die Lernkurve für den Einsatz von MetaModels ist steil. Belohnt wird man mit einem Universalwerkzeug, das kaum Wünsche offen lässt.

Ausblick

Dieser Artikel ist ein erster Überblick. Mit dem Einsatz von MetaModels werde ich mich im Blog demnächst detaillierter beschäftigen.

Zurück