CI: Warum ausgerechnet Verdana?
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Seit einer gefühlten Ewigkeit ist die 'Futura' Hausschrift des schwedischen Möbelhauses IKEA. Klar. lesbar und eindeutig. So eindeutig, dass den meisten Menschen wohl beim Anblick eines Textes in dieser Schriftart der Gedanke an den Elch kommt. Doch jetzt steht eine Veränderung ist Haus.
Denn der neue Katalog 2010 wartet mit einer andern Schriftart auf - was sich schon seit Wochen andeutete ist nun Gewissheit. Die Vorfreude auf etwas neues schlägt jedoch ganz schnell beim Anblick des neuen Kataloges in Enttäuschung um. Was hat die Firma des günstigen, aber gepflegten Designs bloß geritten, als sie ausgerechnet die für Onlinepublikationen entwickelte 'Verdana' ausgesucht haben?
Immerhin war mit der Futura eine Schrift im Einsatz, die Klarheit und Geradlinigkeit mit einem Mindestmaß an Lockerheit paarte und so die schwedischen Möbel mit einem sympathischen Image verband. 'Verdana' hingegen ist lesbar, mehr nicht. Ihr fehlt jegliche Ausstrahlung, was sich aus den Anforderungen an eine explizite Bildschirmschriftart erklärt.
'Verdana' soll eben auch in kleinen Punktgrößen lesbar sein - drum hat sie Querstriche, die auch dann nicht in sich zusammenfallen, wenn die Schrift mit sehr geringer Höhe dargestellt wird. So können die Buchstaben besser auseinandergehalten werden. Das ist technisch, schön ist es nicht.
Die Götter in Almhult mögen wissen, weshalb ausgerechnet diese Schrift als Nachfolgerin der schönen 'Futura' gewählt wurde - oder ist es nur ein besonders gedankenloser Fall von Corporate Identity, die dazu zwingt, in allen Publikationen dieselbe Schriftart zu verwenden?
Schade ist es auf jeden Fall, zumal es andere Lösungen gegeben hätte. Hoffnung bleibt jedenfalls, dass sich IKEA eines besseren besinnt. Im Aufgreifen von gutem Design lagen bisher jedenfalls die Stärken der Schweden.



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